_Liebe_mich_wenn_du_dich_traust_

Aus irgendeinem grund kann ich französiche Filme nicht leiden. Ich weiß nicht, ob es die Schauspieler sind, die Dialoge, die Art des Spielens, das Abgehobene, keine Ahnung. Fest steht, ich verachte französische Filme geradezu. Doch dann kam Jeux D’Enfants. Oder wie er bei uns heißt Liebe mich, wenn du dich traust.
Dazu gezwungen, ihn mit Freunden zu schauen, war ich schon hellauf begeistert, als ich den OT las. Bingo, französischer Film, Toll, wieder verschwendest du Zeit deines Lebens mit etwas, von dem du von vornherein weißt, dass es Scheiße werden wird. Aber da hatte ich bei Jeux D’Enfants weit gefehlt.
Der Film handelt von zwei Kindern, Sophie und Julien, und einer Blechdose. Der, der die Dose hat, kann von dem anderen alles verlangen. Tut derjenige dies, bekommt er die Dose und ist nun an der Reihe, eine Forderung zu stellen.
Es fängt mit harmlosen Dingen an, schweinische Wörter im Unterricht sagen, die Lehrerin mit Farbe anmalen, solche Kindersachen eben. Doch je älter Sophie und Julien werden, desto waghalsiger und gefährlicher werden die Wetten. So landet Sophie, nachdem sie von Julien gefordert hat, seine Hochzeit zu vergeigen, mit verbundenen Augen auf den Gleisen und kann sich gerade noch so vor dem herannahenden Zug retten.
Das Ende ist wie gewohnt französisch: undurchschaubar. Aber das tut dem Film abolut nicht weh.
Jeux D’Enfants ist ein Film über Wetten, Einsatz, Risiko, und die ewige Liebe. Und genau das macht ihn so sehenswert. Schaut ihn euch an. Cap ou pas cap?

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