_bauernstreik_und_meinungsmache_
Ich hasse es wie die Pest, wie unsere Medien eine so offensichtliche Meinungsmache betreiben. Besonders zum Streik der Milchbauern. Was sagen da die ProSieben- und Sat1-Nachrichten? “Bauern bekommen mehr Geld-und die Verbraucher zahlen wieder die Zeche”
Man sollte sich vielleicht nicht über die Bauern aufregen, die gerechte Forderungen nach mehr Geld bestellt haben, sondern an die großen Supermarktketten, die sofort die Chance wittern, das Geld, was sie an die Molkereien mehr zahlen müssen, auf die Verbraucher und Kunden ihrer Ketten abzuwälzen.
Ein Bauer, der 40 Cent/Liter benötigt, um über die Runden zu kommen, statt dessen aber nur 20 Cent bekommt, ist vollkommen im Recht, den Differnzbetrag einzufordern. Wenn die Molkereien und Einkaufsketten diese Forderungen ignorieren, dann bleibt eben als letztes Mittel nur der Streik übrig.
Überhaupt, in Deutschland hat man das Gefühl, als wären die Leute eher bereit, ungerechtfertigte Preiserhöhungen hinzunehmen, als wenn jemand streikt und dann mehr Lohn erhält und sich deshalb die Kosten erhöhen. Beispiel Deutsche Bahn. Hier wird doch nun wirklich jedes Jahr der Fahrkartenpreis angehoben, damit sich der Vorstand noch mehr Geld in die Tasche packen kann. Wenn aber die Lokführer streiken, mehr Geld fordern, und dann deshalb die Preise bei der Bahn wieder steigen, sucht man beim Großteil der Bevölkerung vergeblich nach Verständnis. Das ist spärlicher vorhanden als bei Erhöhungen, die mit steigenden Energiekosten und sonstigem Firlefanz begründet werden.

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