First Christmas

Titel: First Christmas

Disclaimers: JAG, die Rechte an der Serie und an den Charakteren gehören nicht mir. Sie sind das Eigentum von Donald P. Bellisario, Paramount und CBS. „First Christmas“ gehört der Gruppe Dishwalla.

Feedback: ausdrücklich erwünscht, entweder im Unterforum oder als Email

Autorenbemerkungen: SongFic, davon hab ich lange keine mehr geschrieben. Und eine fette WARNUNG: CHARACTER DEATH!!!

*~*~*

This is the first time
I’ve been with out you here
I miss you but don’t fear – life

Sie stand am Fenster und sah den Schneeflocken zu, wie sie im Strahl der Laterne tanzten. Die Straße entlang waren alle Fenster dunkel, die Bewohner der Häuser waren schon lange im Bett und schliefen. Doch genau das konnte sie nicht mehr. Immer wieder wanderte ihr Blick zu der Digitaluhr auf ihrem Nachttisch. Kurz vor Mitternacht. In wenigen Minuten würde Weihnachten sein. Ihr erstes Weihnachten ohne ihn.

Morning – it’s Christmas time
I feel you somehow near
I feel protection here
On this morning can you hear me? – Hear me sing

Wenige Stunden später stand sie auf der Veranda und sah ihren Kindern dabei zu, wie sie sich über den frisch gefallenen Schnee freuten, und eine Schneeballschlacht veranstalteten. Bis sie einen eiskalten Hauch im Nacken spürte, der absolut nichts mit der Temperatur zu tun hatte. Sie konnte fast schwören, seine Stimme im Wind zu hören. Und dann, als sie gerade nach oben blickte, begann es erneut zu schneien. Schnee. Wie hatte sie sich als kleines Kind immer darüber gefreut. Und er hatte sie immer mit Schlitten fahren genommen, sie hatten zusammen unzählige Schneemänner gebaut. Und abends, vor dem Kamin, mit einer Tasse heißer Schokolade in den Händen, hatte er ihr leise vorgesungen. Die Wörter fielen ihr urplötzlich wieder ein, und sie hauchte sie leise.

May all your Christmas days be white
No sorrow
May all your winter days be bright
No sorrow here

Wie sollten alle ihre Tage im Winter schön sein? Wenn es doch die Jahreszeit war, in der er ihr am meisten fehlte, die Jahreszeit, in der sie ihn verloren hatte, in der sie sich am meisten wünschte, dass er doch wieder zu ihr zurückkommen würde. Sie in den Arm nehmen würde, sie wärmen und nie wieder loslassen würde.

An angel above the tree – he still watches over me
Lights a fire here to keep – keep us warm

Gestern hatte ihre älteste Tochter gefragt, wo er jetzt war. Sie hatte auf der Schaukel, die er am Baum befestigte hatte, gesessen, und ihre Mutter hatte sie angeschubst, als sie sich plötzlich zu ihr umgedreht hatte, und sie danach gefragt hatte. Aus irgendeinem Grund hatte sie sich an ein Gespräch vor langer Zeit zurück erinnert und nach oben in den Himmel gedeutet. Und gesagt, dass er sie von da oben beobachten würde, und dafür sorgen würde, dass es ihnen gut ging. Dass sie es abends warm hatten.

May all your Christmas days be white
No sorrow
May all your winter days be bright
No sorrow
No sorrow here

The year it grows long and dark
The days have grown cold
And I have grown older
Another year has gone
And I miss you no less
I feel what a sadness brings

Sie fragte sich ein Jahr später, als sie an diesem Ort stand, wie sie diese zwei Jahre ohne ihn nur ausgehalten hatte. Die Leute sagten ihr, es würde mit der Zeit einfacher werden, ohne ihn zu sein. Doch das wurde es nicht, nicht für sie. Er fehlte ihr jeden Tag genauso wie an dem davor, und an dem davor, und an dem davor. Nachts ging sie ins Bett, sah sie Sterne an und wünschte sich einmal mehr, dass er bei ihr wäre, dass er zurück kommen würde, um sie in den Arm zu nehmen und zu trösten.

May all your christmas days be white
No sorrow
May all your winter days be bright
With no sorrow
May all your winter days be bright
No sorrow
No sorrow here

I feel you somehow near
I feel protection here
On this morning, father hear me – hear me sing

Langsam beugte sie sich zu dem Grabstein hinab und wischte mit ihrem Handschuh vorsichtig den Schnee von der eingeravierten Inschrift. Anschließend zog sie sich den Handschuh aus und fuhr sie Inschrift vorsichtig nach, Buchstabe für Buchstabe. Captain Harmon Rabb jr, United States Navy

„Du fehlst mir so, Daddy.“ flüsterte sie leise, als ihr eine Träne die Wange hinab lief. Sie spürte, wie sich eine Hand auf ihre Schulter legte und vorsichtig zudrückte.

„Mackenzie?“ flüsterte ihr Ehemann leise. Sie hauchte einen Kuss auf ihre Fingerspitzen und platzierte sie kurz auf den eingravierten Gold Wings, bevor sie sich wieder aufrichtete und sich von ihrem Mann in die Arme nehmen und trösten ließ.

THE END


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